Arbeitsrecht + Personalberatung Berlin

Marcus Bodem, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Mediator in Berlin

Übersicht der Artikel für die Kategorie ‘Krankenhäuser Kliniken’

BAG: Land Berlin unterliegt vor dem BAG +++ Diskriminierung wegen Alters durch den BAT (Bezahlung nach Lebensaltersstufen) +++ Richtige Einstufung und Bezahlung hebt die Vergütung nach TVöD an? +++ 22.12.2011

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1. Die Lebensaltersstufen nach BAT waren altersdiskriminiernd. 2. Arbeitnehmer, die nach BAT bezahlt wurden, sind daher in der höchsten Lebensaltersstufe (45/47) zu nachträglich vergüten. Frage: Ändert sich damit zugleich aufgrund des im TV-Ü vereinbarten Besitzstandes das “Endgrundgehalt” nach TVöD? Letzteres scheint problematisch, denn das BAG weist in seiner veröffentlichten Entscheidung an einer Stelle darauf hin, [...]

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BAG stärkt bestreikten Arbeitgebern, die mehrere Unternehmen betreiben, den Rücken ! Arbeitgeber kann “Streikbrecher” vorübergehend ohne Zustimmung des abgebenden Betriebsrates in bestreitkte Unternehmen versetzen 14.12.2011

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1. Die Versetzung arbeitswilliger Arbeitnehmer aus einem nicht bestreikten Betrieb in einen von einem Arbeitskampf betroffenen Betrieb desselben Arbeitgebers, die der Begrenzung von Streikfolgen dient, bedarf nicht der Zustimmung des Betriebsrats des abgebenden Betriebs nach § 99 Abs. 1 BetrVG. 2. Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates entfällt bei einem Einsatz von Streikbrechern, weil ansonsten die Arbeitskampffreiheit [...]

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4.Senat des BAG zur Qualität der Gleichstellungsabrede ++ Abgrenzung “Altvertrag / Neuvertrag” wenn nicht eindeutig ist, welche tariflichen Regelungen aufgrund arbeitsvertraglicher Bezugnahme auf das bestehende Arbeitsverhältnis anzuwenden sind 07.12.2011

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Bei der vor dem 01.01.2002 arbeitsvertragliche Bezugnahmeklausel “Das Arbeitsverhältnis bestimmt sich nach dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) und den diesen ergänzenden, ändernden oder ersetzenden Tarifverträgen in der für den Arbeitgeber geltenden Fassung. Außerdem finden die für den Arbeitgeber jeweils geltenden sonstigen Tarifverträge Anwendung.“ handelt es sich um eine sog. Gleichstellungsabrede iSd. früheren Rechtsprechung des 4. Senats des [...]

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LAG Düsseldorf bestätigt Kündigungsverzicht des kirchlichen Krankenhauses und gibt den Kündigungsschutzklagen statt +++ auch drohende Insolvenz berechtigt nicht vom Kündigungsverzicht abzuweichen und außerordentlich zu kündigen 24.11.2011

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Die von einem Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft ausgesprochenen außerordentlichen betriebsbedingten Kündigungen sind unwirksam, da eine Betriebsvereinbarung über den Verzicht ordentlicher betriebsbedinger Kündigungen dem entgegensteht. LAG Düsseldorf vom 23.11.2011 Das Krankenhaus hatte noch kurz vor der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation eine Betriebsvereinbarung über den Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen geschlossen. Die Arbeitnehmer hatten im Gegenzug auf ihr Weihnachtsgeld [...]

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BAG: katholischer Chefarzt eines katholischen Krankenhauses darf trotz “wilder Ehe” und Wiederverheiratung nicht gekündigt werden 09.09.2011

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1. Die Wiederverheiratung eines Chefarztes an einem katholischen Krankenhaus rechtfertigt nicht in jedem Fall seine ordentliche Kündigung. 2. Grundsätzlich haben Religionsgemeinschaften und ihre Einrichtungen das verfassungsmäßige Recht, von ihren Beschäftigten ein loyales Verhalten im Sinne ihres jeweiligen Selbstverständnisses verlangen zu können. Als Loyalitätsverstoß kommt auch der Abschluss einer nach katholischem Verständnis ungültigen Ehe in Betracht. [...]

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LAG Hamm: Uni-Klinikum hat keinen Anspruch auf Schadensersatz gegen ehemalige Chefärztin, wenn ihr Partner anoyme Anzeigen erstattet hat 21.07.2011

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Das LAG Hamm hat die Verantwortlichkeit der ehemaligen Chefärztin nicht klären müssen, da bereits keine Ursächlichkeit eines pflichtwidrigen Verhaltens festzustellen ist. Der Lebensgefährte habe bei der Erstattung der anonymen Anzeigen an die Staatsanwaltschaft und Polizei nicht damit rechnen müssen, dass die Ermittlungsbehörden den Fall in dieser Weise in die Öffentlichkeit tragen würden. Die Erstattung einer [...]

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EGMR: Whistleblower darf nicht ohne weiteres gekündigt werden. Fristlose Kündigung der berliner Altenpflegerin von Vivantes war unwirksam +++ Deutschland muss 15. TEUR zahlen +++ (nicht rechtskräftig) 21.07.2011

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Wer Missstände im eigenen Unternehmen publik macht, darf nicht deswegen entlassen werden. Der EGMR sieht in der Bestätigung der Fristlosen Kündigung einer Berliner Altenpflegerin eine Verletzung der Meinungsfreiheit und erkannte eine Entschädigung von insgesamt 15.000 Euro zu. Auch wenn die Strafanzeige gegenüber Vivantes rufschädigend sei müsse “in einer demokratischen Gesellschaft das öffentliche Interesse an Informationen [...]

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LAG Hamm verhandelt am 25.7.11: Oberarzt verklagt Chefarzt auf 500.000 EUR Schadensersatz 19.07.2011

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Das Verfahren ist die Folge eines seit 2004 laufenden Verfahrens, das zunächst gegen das Krankenhaus geführt, vom BAG aufgehoben und an das LAG Hamm zurückverwiesen worden war. Dort verglichen sich Kläger und Krankenhaus. Der Kläger erhielt eine Stelle in der Verwaltung. Mit dem neuen Verfahren verlangt der Arzt Schadensersatz vom Chefarzt aufgrund der bis heute [...]

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BAG: Auf Chefarztverträge findet nicht automatisch das Tarifvertragswerk für Ärzte in Krankenhäusern Anwendung 30.06.2011

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Ein Arbeitsvertrag, der beinhaltet, dass der Chefarzt eines Krankenhauses die Vergütung nach der Vergütungsgruppe I des BAT-KF erhält, ist im Zweifel als dynamische Vergütungsvereinbarung auszulegen. Die Vergütungsgruppe I BAT-KF wurde zum 1. Juli 2007 in die Entgeltgruppe 15 Ü BAT-KF neue Fassung übergeleitet. Dies gilt mangels gegenteiliger Anhaltspunkte auch für Chefärzte. mitgeteilt von Marcus Bodem [...]

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BAG 08.06.2011 Sozialplan kann Mitarbeiter, die Erwerbsminderungsrente erhalten, von Abfindungsansprüchen ausschließen. Klage über 220000 EUR abgewiesen +++ 08.06.2011

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1. Arbeitgeber und Betriebsrat können in einem Sozialplan vereinbaren, dass Arbeitnehmer, die wegen des Bezugs einer befristeten vollen Erwerbsminderungsrente nicht beschäftigt werden und bei denen damit zu rechnen ist, dass ihre Arbeitsunfähigkeit auf nicht absehbare Zeit fortbesteht, keinen Anspruch auf eine Abfindung haben. 2. In einem derartigen Anspruchsausschluss liegt keine unmittelbare Benachteiligung des erwerbsgeminderten Arbeitnehmers [...]

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