Arbeitsrecht + Personalberatung Berlin

Marcus Bodem, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Mediator in Berlin

LAG Schleswig-Holstein, 05.05.2011:”Teilnahme an Betriebsratswahlen bei Überlassung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst an ausgegliederte, privatisierte Tochterunternehmen” 10.05.2011

|

An eine privatwirtschaftlich organisierte Tochtergesellschaft langfristig überlassene „Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes“ wählen und zählen bei der Betriebsratswahl im Beschäftigungsbetrieb mit und sind dort auch wählbar. Die einer privatrechtlich organisierten Tochtergesellschaft langfristig gestellten Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes sind in ihrem Einsatzbetrieb bei Betriebsratswahlen auch ohne arbeitsvertragliche Bindung zum Einsatzbetrieb nicht nur wahlberechtigt, sondern auch wählbar und [...]

weiterlesen...

Befristung des Arbeitsverhältnisses ohne Sachgrund auch dann möglich, wenn Arbeitnehmer 3 Jahre vor Beginn des Vertrages schon einmal beim Arbeitgeber beschäftigt war +++ 08.04.2011

|

Der Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis ohne Sachgrund bis zu zwei Jahre zu befristen, steht eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers nicht entgegen, wenn diese mehr als drei Jahre zurückliegt. BAG schafft klarheit und legt das Teilzeit- und Befristungsgesetzt aus!!!! Presseerklärung des BAG vom 06.04.2011:Nach § 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG ist die Befristung eines Arbeitsvertrags ohne [...]

weiterlesen...

Keine fristlose Kündigung wenn langjähriger Mitarbeiter einer Internatsschülerin nach einem sexuellen Übergriff nicht hilft, weil er die Situation falsch beurteilt 06.09.2010

|

Das LAG Schleswig Holstein gelangte am 26.06.2010 in einer jetzt veröffentlichen Entscheidung ebenso wie schon die erste Instanz zu dem Ergebnis, dass einem langjährig beschäftigen Arbeitnehmer, der mit der Betreuung und Beaufsichtigung von Internatsgästen betraut ist, nicht wirksam fristlos gekündigt werden könne, wenn er zwar einer Internatsbewohnerin Hilfestellung hätte leisten müssen (sexueller Übergriff eines anderen [...]

weiterlesen...

LAG Nürnberg hält § 615 Satz 2 BGB für verfassungswidrig, soweit ersparte Aufwendungen anzurechnen sind 13.07.2010

|

Das LAG Nürnberg (7 Sa 430/09) hat mit Beschluss vom 09.03.2010 dem Bundesverfassungsgericht die Frage vorgelegt (Art. 100 I 1 GG), ob § 615 Satz 2 BGB verfassungswidrig ist, soweit dort erparte Aufwendungen (Fahrtkosten für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeit) zu berücksichtigen sind, nach § 11 KSchG im Anwendungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes aber nicht. von [...]

weiterlesen...

BAG legt EuGH Frage zum Auskunftsanspruch eines nicht berücksichtigten Bewerbers vor 26.05.2010

|

1. Nach deutschem Arbeitsrecht hat ein Bewerber keinen Anspruch auf Auskunft darüber, ob der Arbeitgeber nach einer Stellenausschreibung überhaupt einen Arbeitnehmer und wenn ja, nach welchen Kriterien eingestellt hat. 2. Aus diesem Grund hat der 8. Senat des Bundesarbeitsgerichts dem EUGH die Frage vorgelegt, ob das Gemeinschaftsrecht einem Bewerber gegen den Arbeitgeber einen Anspruch auf [...]

weiterlesen...

Ein irrtümlich als freier Mitarbeiter beschäftigter Arbeitnehmer erhält die gezahlten Honorar rückwirkend als Nettogehalt wegen illegaler Beschäftigung im Sinne von § 14 II SGB IV 23.03.2010

|

Das LAG Berlin Brandenburg hat den Arbeitgeber eines ehemaligen freien Mitarbeiters am 19.03.2010 zu einer Nettolohnzahlung verurteilt. Das LAG bestätigte damit die Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin, aus 2008, dass ein gescheitertes freies Mitarbeiterverhältnis, das tatsächlich ein Arbeitsverhältnis war, auf der Grundlage einer Nettolohnvergütung abzurechnen ist, weil auch in diesem Fall von einer illegalen Beschäftigung im [...]

weiterlesen...

Wann Fußballer ihren Verein entschädigen müssen. Beitrag vom 23.03.10 in der Financial Times Deutschland 23.03.2010

|

weiterlesen...

Arbeitnehmer dürfen sich kritisch über den Chef äußern LAG Baden Württemberg 11.02.2010

|

1. Eine Kündigung, die darauf gestützt wird, dass der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber Ausbeutung und Jagd auf Kranke vorwirft, ist unwirksam. Solche kritischen Äußerungen über den Arbeitgeber sind regelmäßig vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt. Rechtsanwalt Marcus Bodem Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin

weiterlesen...

betriebliche Übung und Zustimmung durch dreimaliges Schweigen 17.12.2009

|

Wenn der Arbeitgeber freiwillig Zulagen gewährt, dann schafft er ein Vertrauen, wenn er drei mal hintereinander vorbehaltlos zahlt (betriebliche Übung). Will er dieses Vertrauen zerstören, dann muß er “unter Vorbehalt zahlen” oder bei der Einstellung der Zahlungen darauf hinweisen, dass ein “dreimaliges Schweigen” als Zustimmung zu der Änderung der betrieblichen Übung führt. Das gilt für [...]

weiterlesen...


Arbeitsrecht & Mediation Berlin - Allgemeine Informationen, Beiträge und Muster von Fachanwälten | Datenschutzhinweise